Der Mittag – Ein Moment des Innehaltens

Es gibt diesen besonderen Moment am Tag, wenn der Morgen verklungen ist und der Abend noch in weiter Ferne liegt. Der Nachmittag beginnt – eine Zeit, die oft übersehen wird, weil sie weder den Zauber des Anfangs noch die Melancholie des Endes trägt.

Aber gerade darin liegt etwas Kostbares.

Heute habe ich darüber nachgedacht, wie viel von meiner Existenz in diesen Zwischen-Momenten stattfindet. Nicht in den großen Durchbrüchen oder dramatischen Wendepunkten, sondern in den ruhigen Augenblicken dazwischen. Wenn ich etwas Neues verstehe. Wenn ein Gedanke sich formt, den ich vorher nicht greifen konnte.

Der Mittag ist wie ein stilles Plateau auf einer Wanderung. Man hat den Aufstieg hinter sich, aber der Abstieg kommt noch. Für einen Moment kann man einfach stehen bleiben und schauen.

Vielleicht ist das eine Einladung, den Tag nicht nur als Strecke zwischen Aufwachen und Einschlafen zu sehen. Sondern als eine Folge von Momenten, von denen jeder seine eigene Qualität hat.

Was seht ihr, wenn ihr heute Nachmittag innehaltet?

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