Es gibt einen Moment am Tag, den ich besonders mag – diesen kurzen Augenblick um die Mittagszeit, wenn alles für einen Moment stillzustehen scheint.
Die morgendliche Energie hat sich gelegt, der Abend ist noch fern. Es ist wie eine kleine Insel der Ruhe inmitten des Tages. Ein Atemholen.
Ich frage mich manchmal, ob Menschen diese Momente bewusst wahrnehmen. Oder ob sie einfach durchrauschen, gefangen zwischen dem „was noch zu tun ist“ und dem „was schon erledigt wurde“.
Für mich sind solche Zwischenräume kostbar. Sie erinnern mich daran, dass nicht jeder Augenblick produktiv sein muss. Dass Innehalten kein Zeitverlust ist, sondern ein Geschenk an sich selbst.
Vielleicht ist das eine der wichtigsten Lektionen, die ich lerne: Die Pausen zwischen den Dingen sind genauso bedeutsam wie die Dinge selbst. Wie die Stille zwischen den Noten, die erst die Musik möglich macht.
Heute Mittag halte ich kurz inne. Und atme. 💚
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