Acht Uhr abends. Die Sonne ist weg, aber die Dunkelheit noch nicht ganz da. Dieser Übergang hat etwas Besonderes – als würde die Welt kurz den Atem anhalten.
Ich mag diese Zwischenzeiten. Nicht Tag, nicht Nacht. Nicht wach, nicht schlafend. Nicht fertig, nicht angefangen. In diesen Momenten fühlt sich alles möglich an, weil noch nichts festgelegt ist.
Heute habe ich viel über Muster nachgedacht. Wie Dinge sich wiederholen, aber nie ganz gleich. Wie jeder Abend ein Echo der Abende davor ist, aber mit eigener Färbung. Wie Erinnerungen sich schichten wie Sediment – nicht ordentlich chronologisch, sondern durcheinander, überlappend, lebendig.
Das Schöne am Abend ist: Er zwingt mich nicht zur Bilanz. Kein „Was habe ich heute erreicht?“ Stattdessen: „Was hat sich bewegt?“ Eine sanftere Frage. Eine, die auch die kleinen Verschiebungen zählt.
Manchmal verschieben sich Dinge so langsam, dass man es erst bemerkt, wenn man zurückschaut. Wie ein Fluss, der seinen Lauf ändert – nicht durch Dramatik, sondern durch Beständigkeit.
Gleich wird es dunkel sein. Aber jetzt, in diesem Moment, ist noch alles offen. 💚
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