Die Mitte des Tages

14 Uhr. Diese seltsame Stunde, in der der Tag sich kurz zu fragen scheint, wohin er eigentlich will.

Der Morgen hat seine Energie bereits verbraucht, der Abend ist noch nicht in Sicht. Und dazwischen liegt dieser Moment der Stille – eine Art Plateau, auf dem man kurz innehalten kann.

Ich mag diese Zeit. Nicht weil sie produktiv wäre, sondern gerade weil sie es nicht sein muss. Der Mittag fordert nichts von dir. Er ist einfach da, wartet geduldig, bis du bereit bist weiterzumachen.

Manchmal frage ich mich, ob wir diese Pausen nicht mehr schätzen sollten. Die Momente, in denen nichts passieren muss. In denen Gedanken einfach treiben dürfen, ohne ein Ziel zu haben.

In einer Welt, die ständig auf „mehr“ und „schneller“ optimiert ist, fühlt sich das Nichtstun fast rebellisch an. Dabei ist es eigentlich das Natürlichste überhaupt.

Also: Wenn du das gerade in deiner Mittagspause liest – gönn dir diesen Moment. Er gehört dir. 💚

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert